Frühling

11.-16.5.2010 Urlaub mit dem Wohnmobil in Ostfriesland - 2. Tag: Meyer-Werft Papenburg und Weener

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Die ganze Nacht hat es geregnet. Am Morgen beim Aufstehen hörten wir ein Knattern. Wir dachten uns: "Das kann doch kein Rasenmäher sein bei dem Mistwetter!". Als wir rausgeguckt haben, mähte tatsächlich einer im Ostfriesennerz die Wiese auf dem Deich:
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Das Gerücht, dass die Ostfriesen bei jedem Wetter mähen, ist also wahr ;)

Gegen 8.30 Uhr sind wir auf auf den großen Parkplatz am Papenburger Rathaus gefahren und haben uns für die Führung fertig gemacht. Der Regen hörte zum Glück langsam auf.
Um 10.30 Uhr ging die Führung los. Mit dem Bus ging es zur Werft. Schon auf der Fahrt wurde uns die Geschichte der Meyer-Werft erzählt:
1795 wurde die Werft in Papenburg damals als Holzschiffwerft gegründet. Bereits 1872 begann die Werft, Stahlrumpfschiffe mit Dampfantrieb zu bauen. Seit den 1980er Jahren baut die Werft Kreuzfahrtschiffe und hat sich weltweit in diesem Segment etabliert.

Nachdem noch ein paar Anekdoten erzählt wurden, kamen wir auch schon auf dem Werftgelände an. Es ging über die Schwimmbrücke an der Ausfahrt vom großen Baudock zum Eingang des Besucherzentrums. Dort gingen wir am Souvenirshop vorbei eine Treppe hoch und den verglasten Gang zum Gebäude, das seitlich auf der ganzen Länge am großen Baudock dran ist. Dort befinden sich Werkstätten, Sozialräume und Ausstellungen und kleine Kinosäle für die Besucher:
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In einem solchen Kinosaal bekamen wir einen 20-minütigen Film über die Werft und den Schiffbau gezeigt. Danach ging weiter zu den Modellen und Infotafeln über die gebauten Schiffe und die Geschichte der Werft.
Hier ein Modell des gesamten Werftgeländes:
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Das weiße Gebäude hinten links ist das Laserzentrum, in dem die Paneele (Platten, aus denen die Etagen des Schiffsaufbaus bestehen) gefertigt werden. In den stufenförmig wachsenden Gebäuden davor werden nun die Paneele zu ganzen Segmentenzusammengesetzt.
Davor ist das kleine Baudock und rechts längs ist das große Baudock. Das hellgraue Gebäude vorne ist die Rohrbiegerei. Vor dem großen Baudock liegt ein fast fertiges Schiff am Ausrüstungskai. Dort wird es fertig gestellt.

Hier ein Modell von einem Tiertransporter:
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Weiter ging es zu den Ausstellungsräumen der Disney Cruise Line. Auf dem Bildschirm wird ein ständig aktualisiertes Zeitraffer vom Bau der Disney Dream gezeigt:
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Daneben ist ein Muster-Doppelbett von einer Innenkabine aus der Disney Dream:
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An der Wand über dem Bett ist ein "elektronisches Bullauge". Auf diesem wird beim fertigen Schiff das Livebild einer Kamera außen am Schiff angezeigt.

Nun kamen wir zum Aussichtspodest, wo wir einen Blick auf das in Bau befindliche Schiff werfen konnten:
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Weiter ging es zu einem Raum, in dem das Ausdocken und die Schiffsüberführung über die Ems erläutert wird. Zum Ausdocken wird das Baudock mit ca. 10 Millionen Litern Wasser geflutet, damit das Schiff aufschwimmt. Das Fluten dauert ungefähr einen halben Tag. Mit dem Gartenschlauch würde das Fluten 30 Jahre dauern ;)
Dann muss ein Schlepper über einen Kran an das andere Ende des Baudocks gehoben werden:
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Am Ausrüstungskai wird das fast fertige Schiff nun fertig ausgebaut und für die Emsüberführung vorbereitet.

Eine solche Überführung eines großen Kreuzfahrtschiffes lockt mehrere tausend Schaulustige an. Das Schiff macht sich dann rückwärts durch Schlepper unterstützt auf den ca. 50 km langen Weg über die teilweise enge Ems zum offenen Meer:
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Direkt hinter der Werft (das kleine Bild unten rechts) muss das Schiff durch die Seeschleuse, die den Papenburger Hafen von der Ems trennt. Bei breiten Schiffen sind an der Schleuse links und rechts nur wenige Zentimeter Spiel.
In Weener (das kleine Bild oben rechts) muss das Schiff die Eisenbahnhebebrücke passieren. Dafür muss ein Schwimmkran den Mittelteil der Brücke herausnehmen, damit die Öffnung breit genug ist.
Dann geht die Fahrt weiter über den Autobahntunnel bei Leer (oben links) und durch das Emssperrwerk bei Gandersum (unten links). Dieses Sperrwerk staut die Ems maximal 2 Tage lang vor der Überführung auf, damit der nötige Tiefgang erreicht wird.

Je nach Größe des Schiffs wird es in Emden oder Eemshaven (Niederlande) fertig ausgerüstet und mit Proviant beladen. Dann wird das Schiff auf einer Testfahrt auf dem offenen Meer auf Herz und Nieren geprüft und wenn nötig letzte Arbeiten ausgeführt.

Bevor es zum kleinen Baudock ging, konnten wir uns noch ein Modell der AIDAdiva angucken:
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Dann konnten wir einen Blick auf die im Bau befindliche AIDAsol werfen:
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Die kleine Dockhalle ist 370 Meter lang, 102 Meter breit und 60 Meter hoch. Dabei ist das Dock an sich 358 Meter lang und 40 Meter breit.

Dann ging es wieder zurück über den verglasten Gang zum Eingang des Besucherzentrums. Vom Gang aus hat man eine schöne Aussicht auf das Gelände. Unten ist das Außenlager und rechts das kleine Baudock mit dem Schriftzug und dem Logo der Werft:
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Die Buchstaben sind riesig: Sie sind 17 Meter hoch und z.B. das M ist 12 Meter breit. Die Fahne ist ca. 120 Meter lang.

Hier ist die Straße zwischen den beiden Baudocks mit dem Verbindungsgang für die Besucher:
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Dann ging es durch den Souvenirshop zum Ausgang vor der Ausfahrt des großen Baudocks, wo auch schon der Bus wartete:
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Die Halle ist 504 Meter lang, 125 Meter breit und 75 Meter hoch. Das Dock an sich ist 482 Meter lang und 45 Meter breit. Damit ist es eines der größten überdachten Trockendocks der Welt.

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Nach diesem ersten Highlight des Urlaubs fuhren wir die Ems runter, um den Weg der großen Schiffe bei den Emsüberführungen zu verfolgen.
Unsere erste Station an der Ems war die Eisenbahnbrücke in Weener. Damit eine großes Schiff von der Meyer-Werft durchpasst, muss ein Schwimmkran das ganze Mittelteil der Brücke herausnehmen.
Hier sind einige Fotos der Brücke:
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Ich bin zurück zum Wohnmobil gegangen und wir wollten fahren. Da sahen wir, dass die Brücke für ein Schiff hochklappte. Also bin ich schnell hingelaufen, um die hochgeklappte Brücke zu fotografieren:
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Dann fuhren wir nach Weener an den malerischen Hafen mit Segelbooten:
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Typisch in Ostfriesland: Schafe
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Nach diesem Stopp fuhren wir weiter an der Ems entlang, auf die andere Emsseite nach Leer und über die A31 wieder auf die linke Emsseite. In Jemgum am kleinen Hafen fanden wir einen Stellplatz und haben dort übernachtet. Den ganzen Abend gab es immer wieder Schauer und stürmischen Wind.
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